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Bogentypen

Im BSV Bogen- u. Sportverein Taufkirchen/Vils e.V. schießen wir mit dem Olympischen (Recurve-) oder dem Compound-Bogen nach FITA-Regeln. Außerdem werden bei uns Lang-, Blank- und Reiterbögen geschossen.

Teilnehmen kann jede/r, der/die Interesse an einem ruhigen, die Konzentration fördernden Sport hat.

Für alle Bögen gilt:

  • Möglichst nicht lange Zeit der prallen Sonne aussetzen! Die Wurfarme können dadurch ausleiern.
    Also: Beim Transport im Auto im Hochsommer den Bogen immer mit einer Decke o. Ä. abdecken.
  • Einen Bogen NIE!! ohne Pfeil schießen (Leerschuss).
    Es sei denn, Sie wollten sich gerade einen neuen Bogen kaufen, und den Alten passend für die Mülltonne zerlegen.

Langbogen

Der Langbogen ist nicht nur ein Stück Holz - das wäre dann ein Flitzebogen!

Er besteht in den meisten Fällen aus edlen und natürlich astreinen Hölzern, wie z. B. Esche.
Dieser Bogentyp hat die Besonderheit gegenüber den anderen Bögen, dass er nur einfach gebogen ist - es ist die Urform des Bogens. In den meisten Fällen besteht er aus einem Stück, und das können auch schon mal 2 Meter sein. Visiereinrichtungen sind nicht vorgesehen, d. h. er wird instinktiv geschossen.
Wenn der Bogen längere Zeit nicht geschossen wird, sollte man ihn entspannen, damit er nicht unnötig ausleiert.
Langbogen

Recurvebogen

Der Recurvebogen ist die Weiterentwicklung des Langbogens. Er stellt heute den größten Anteil der benutzten Bogentypen.
Seine Besonderheit liegt darin, dass die Wurfarmenden nach vorne gebogen sind. In dieser Biegung (Recurve) wird beim Spannen des Bogens die meiste Energie gespeichert. Dadurch kann der Bogen mehr Energie auf den Pfeil übertragen als ein Langbogen mit gleicher Zugkraft.
Der Recurvebogen besteht aus zwei Wurfarmen und einem Mittelteil, die recht einfach auseinander zu nehmen sind. Dadurch entfallen Transportprobleme - Die Pfeile sind meistens länger als der zerlegte Bogen.
Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit, den Bogen „mitwachsen“ zu lassen. Man kann die Wurfarme gegen stärkere austauschen ohne ein neues Mittelteil kaufen zu müssen.
Wenn der Bogen längere Zeit nicht geschossen wird, sollte man ihn entspannen, damit er nicht unnötig ausleiert.
Recurvebogen

Compoundbogen

Der Compoundbogen (compound = zusammengesetzt, kombiniert) ist die technisch aufwendigste Form der Bogentypen.
Seine Besonderheit liegt darin, dass die Sehne über exzentrische Umlenkrollen geführt wird. Dadurch erreicht man, dass ab einem bestimmen Punkt beim Spannen der Sehne die Wirkung der Exzenter einsetzt. Im gespannten Zustand hat der Schütze bis zu 80 % Zugentlastung (Let-Off).
Das hat zur Folge, dass Compoundbögen hohe Zuggewichte haben, und trotzdem noch problemlos bewältigt werden können. Der oben abgebildete PSE Firestorm ist z.B. mit einer Zugkraft von 70 lbs. (englische Pfund) und einem Let-Off von 80 % erhältlich. Im gespannten Zustand hat der Schütze nur 14 lbs. zu halten. Trotzdem wird beim Schuss die Energie von 70 lbs. auf den Pfeil abgegeben. Das sind dann Pfeilgeschwindigkeiten von 300 Fuß/sec. (330 km/h). Dadurch bekommt der Pfeil natürlich eine sehr gestreckte Flugbahn. Das falsche Einschätzen der Schussentfernung ist nicht mehr so gravierend.
Die Folge: Der Bogen wird (in den Ländern, in denen es erlaubt ist) gerne zur Jagd genommen. Und damit man dabei nicht im Unterholz hängen bleibt, ist der Bogentyp in den meisten Fällen sehr kurz gehalten.
Der Compoundbogen bleibt im Gegensatz zu den anderen Bögen immer gespannt. Ohne eine entsprechende Einspannvorrichtung ist das Spannen und Entspannen auch gar nicht möglich!
Compoundbogen

Quelle: http://www.bogensportanleitung.de/bogentypen.htm

boegen.txt · Zuletzt geändert: 2013/12/25 14:14 von Volker Leonhardt